Maßgefertigter Bootstisch mit Intarsien

Peter Smith ist seit sechs Jahren Chefingenieur bei Morris Yachts und hatte zuvor rund 20 Jahre dieselbe Position bei Hinckley Yachts inne. Nachdem er sich in den letzten 15 Jahren sowohl bei Hinckley als auch bei Morris für den Einsatz einer CNC-Fräse eingesetzt hatte, da er wusste, dass sich die Kosten lohnen würden, konnte er die Geschäftsleitung nie von der Anschaffung überzeugen. Vor etwa zwölf Monaten beschloss Peter schließlich, sich selbst eine gebrauchte Shopbot zu kaufen und nebenbei ein eigenes Unternehmen zu gründen. Seitdem bearbeitet er mit der Shopbot Bootsbausperrholz, Starboard, Corian, Formica, Teakholz und andere Kernmaterialien.

Nachdem ein Kunde von Morris Yachts zwei kleinere, maßgefertigte Tische als Ersatz für den serienmäßigen Klapptisch auf seinem neuen Boot bestellt hatte, freute sich Peter darauf, das Projekt gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Dale McCafferty in Angriff zu nehmen. Die beiden Tische sollten ausziehbare Außenplatten und eine herausnehmbare Mittelplatte haben. Die Mittelplatten sollten für die Nutzung als Cocktailtisch entfernt und für die Nutzung als Esstisch wieder eingesetzt werden und im Tisch verstaut werden können. Zusätzlich wünschte sich der Eigner eine rautenförmige Intarsie am Rand des Tisches und eine Kompassrosen-Intarsie in den Mittelplatten. Die Tischplatte sollte aus Kirschholz gefertigt sein, die dunklen Bereiche aus Wenge und die hellen aus Ahorn. Peter beschreibt im Folgenden den Entstehungsprozess dieses einzigartigen, maßgefertigten Bootstisches…„Wir erstellen unsere gesamte Konstruktionsarbeit in einem 3D-Modellierungsprogramm namens Solid Edge. Die Werkzeugwege werden in Partworks (VCarve Pro) berechnet. Basierend auf diesen Parametern entwarf mein Kollege Dale McCafferty die Tischplatten und die Einlegeplatten. Parallel zur Tischkonstruktion mussten wir den Abstand der Rautenintarsien festlegen, sodass dieser an den Enden, den Seiten und der Einlegeplatte im Wesentlichen gleich war. Dies war wichtig, damit der Rautenabstand unabhängig davon, ob der Tisch im Ess- oder im Cocktailtischmodus geöffnet war, identisch aussah. Wir verwendeten Solid Edge, um den korrekten Rautenabstand zu ermitteln und die 3D-Formen der Rauten zu zeichnen. Mithilfe der 3D-Funktionen erstellten wir anschließend die dunklen Rauten und Streifen (aus Wenge) sowie die helleren Elemente des Randes (aus Ahorn).“"Concurrently as the table and inlays were being designed, we modeled the compass rose and circular border around it. Using the model, we could create 3D individual parts for each of the points in the compass rose and also create the tool paths, that were cut from the back side in the cheery veneer for the table top. Using the individual parts, we created tool paths for each of the individual points of the compass rose, and cut male forms for them. These were then glued together with epoxy under a vacuum bag."

"After they were glued together we sent the veneer through a timesaver sander, then glued it onto a plywood substrate that created the table surface."

"The table surface was intentionally left slightly over size so that we could cut the seams into it with a thin kerf saw blade. After we cut the pieces apart, we then glued them back together with a piece of paper in the seam. This piece was then put back on the router table so we pocket out the grooves for the diamond inlays."„Das gleiche Verfahren wie bei der Windrose wurde auch für die Diamantintarsien verwendet. Wir schnitten für jeden Bereich der Tischintarsien einzelne Leisten aus dunklem Wengeholz (männlich) und hellem Ahornholz (weiblich) zu. Diese wurden unter einem Vakuumsack mit Epoxidharz verklebt.“

„Nach dem Verkleben wurden die Leisten durch die Schleifmaschine geführt, um das überschüssige Wengeholz abzuschleifen. Anschließend wurden die Leisten in die Aussparungen des Tisches geklebt und das Ganze erneut durch die Schleifmaschine geführt, um eine gleichmäßige, ebene Oberfläche zu erhalten. Das Endergebnis ist abgebildet.“„Für die männlichen und weiblichen Teile der Rauten- und Kompassrosen-Einlagen verwendeten wir einen 60°-V-Fräser. Für die Aussparungen und die größeren Freiflächen kam ein 6,35-mm-Abwärtsfräser zum Einsatz. Alle Teile wurden auf die Oberkante des Materials nullpunktiert. Die Wenge- und Ahornleisten wurden auf eine Sperrholzplatte geschraubt, die mit einem Vakuumsystem auf dem Frästisch fixiert war. Auch das Kirschfurnier wurde mit Vakuum auf dem Frästisch befestigt, als wir die Kompassrose in die Rückseite frästen. Nachdem es auf die Sperrholzplatte geklebt war und die Aussparungen für die Rauten-Einlagen gefräst werden mussten, wurde es auf eine Sperrholzplatte geschraubt und diese ebenfalls mit Vakuum auf dem Frästisch fixiert. Normalerweise verwenden wir die Tischkante als X/Y-Nullpunkt, aber für die Aussparungen der Rauten-Einlagen nutzten wir den Mittelpunkt der Kompassrose.“ Wir mussten außerdem sicherstellen, dass unsere Fugen absolut rechtwinklig zur Frästischplatte verliefen, damit sich die Diamant-Einlegeteile einwandfrei öffnen und schließen ließen. Dies ließ sich leicht überprüfen, daWir konnten die Nähte visuell erkennen, indem wir einen V-förmigen Fräser sehr nah an die Oberfläche absenkten und ihn laufen ließen.

„Dies war unser erster Versuch, etwas dergleichen zu schneiden. Alle unsere bisherigen Arbeiten hatten sich mit dem Schneiden von Formen aus flächigen Materialien wie Sperrholz befasst. Die Genauigkeit der Software und ihre einfache Bedienung trugen maßgeblich zum Erfolg des gesamten Projekts bei.“ Peter Smith, Chefingenieur bei Morris Yachts

Vectric

Vectric Ltd
Precision House
2 Arden Road
Alcester
B49 6HN

Eingetragen in England unter der Nummer 05382596
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer GB115123072

Datenschutzerklärung | Cookie-Richtlinie | Allgemeine Geschäftsbedingungen

Available Payment methods